Der Duft der Freiheit…

… inspiriert durch einen Post von Alenka 🙂 Sie erzählte von einer unbeschwerten Zeit, das regte mich dazu an, über unbeschwerte Zeiten in meinem Leben nachzudenken. Daran zu denken, wie sie rochen und schmeckten, wie sie sich anfühlten.

Als ich dieses Foto machte, fühlte ich mich unendlich frei. Es war im April 2012, am anderen Ende der Welt. Ich wanderte jeden Nachmittag zum Darling Harbour, um dort auf den Stufen zu sitzen und einen Pearl Milk Tea zu trinken. Allein, völlig losgelöst, ausgeklinkt aus dem schnöden Alltag. Es hätte meinetwegen ewig so weitergehen können. Keine Pflichten, keine Zwänge, keine Termine. Freiheit pur.

Oder 2002 in Valencia, als ich mit X. und seinen Kumpels im Porsche Cabrio besoffen durch die Morgendämmerung fuhr. Aus den Lautsprechern tönte Buena Vista Social Club, mich umfing der Duft von Vanilla Kisses mit Alkohol, wir sangen und grölten, es war herrlich. Aber natürlich auch nicht von Dauer. Ca. ein halbes Jahr später hatte sich alles komplett gedreht, leider. Den Porsche gab es nicht mehr, der Kumpel, dem er gehört hatte, war eines plötzlichen Todes gestorben. War besoffen auf der Couch eingeschlafen und nie mehr aufgewacht. Tage zuvor noch hatten wir gemeinsam Paella gekocht, die Reste selbiger hatte ein anderer Kumpel in eine Plastiktüte gepackt für den Hund. Spät in der Nacht aber hatten die Herren Hunger bekommen und die kalte Paella aus der Plastiktüte gelöffelt *urgs*. Ich hatte eine halbe Flasche Rum geleert, weil ich mich über eine blöde Bemerkung von X. geärgert hatte… auch damals war schon nicht alles so geil, ich wollte es nur nicht wahrhaben.

2010 gab es auch sehr unbeschwerte Momente, als ich mit T. durch ein Loch im Zaun in den geschlossenen Spreepark schlich. Mann, war das geil, leider kamen dann welche von der Sicherheit und warfen uns raus.

2011 war ich auf einer sehr geilen Elben-Con, es war im September, aber noch unwahrscheinlich heiß. Wir mussten auf einen Berg hinauf, boah, war das anstrengend mit den ganzen Klamotten. Aber am Ziel angekommen wartete kühles Wasser auf uns und kistenweise Snacks. Schöne drei Tage waren das gewesen 🙂 Gemeinsam mit anderen Elben und Orcs durch die Wälder zu streifen war herrlich!

Eigentlich gibt es so unbeschwerte Momente viel zu selten,  und wenn, dann nur im Urlaub oder an freien Tagen. Wir sind alle viel zu sehr im Alltag gefangen und eingezwängt, das lässt kein freies Empfinden zu. Überall nur Pflichten und Zwänge, Termine und Deadlines…. und alles nur, weil man die falschen Eltern hatte und nicht reich geboren wurde. Mit Geld ist alles möglich, man kann sich Freiheit kaufen!

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7 Gedanken zu “Der Duft der Freiheit…

  1. „Mit Geld ist alles möglich, man kann sich Freiheit kaufen!“ Wie wahr, wie wahr. Fast alles kann man sich damit kaufen. Manches auch nicht. // Ich bin erstaunt, dass die Jungs die kalte Paella scheinbar gut überstanden haben….. o.O

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    • Rückblickend auf mein bisheriges Leben kann ich sagen, dass ALLE meine Probleme mit Geld hätten gelöst werden können oder zumindest gemildert. Selbst bessere Versorgung im Krankheitsfall, bessere Medikamente etc. kann man sich mit Geld kaufen.

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      • Hm ja, ich hätte auch sehr viel Leid mit Geld vermeiden können… hätte früher aus der Hölle wegziehen können und hätte da nicht arbeiten müssen. Es ist schon richtig. Aber kleine Ausnahmen sehe ich trotzdem. Eine unheilbare Krankheit z B. wäre mit Geld dann auch nicht zu retten gewesen. Seufz.

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      • Die unheilbare Krankheit wäre nicht zu retten gewesen, aber zumindest kann man sich mit Geld den Rest des Lebens so schön wie möglich machen und vieles erleichtern. Ist man arm, geht in der Richtung leider gar nichts 😦

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  2. Das stimmt. Man ist so in seinem Hamsterrad gefangen, dass man schöne Erlebnisse wirklich nur noch am Wochenende oder im Urlaub hat. Aber wir haben es selbst in der Hand, das zumindest ein bisschen zu ändern. Vielleicht mit kleinen, vielleicht unscheinbaren Dingen anfangen, die uns glücklich machen.

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